Massiver Varroabefall

Kurzmitteilung

Die ersten Ameisensäurebehandlungen brachte die heurige „Varroawahrheit“ zu Tage – 250 abgefallene Varroen und mehr am 1. Behandlungstag. Nicht überraschend, aber doch erschreckend, Ursache No.1 war sicherlich der warme Winter und die sehr kurze Brutunterbrechung, manche Völker werden sogar durchgebrütet haben.

Appell an alle aktiven und zukünftigen Langschläger Vereinsimker: nur eine flächendeckende und einigermaßen gleichzeitige Behandlung mit biologischen Mitteln (Ameisensäure, Bienenwohl) und entsprechender Kontrolle der abgefallenen Milben garantiert eine gute Einwinterungssituation.

Ameisensäure und Bienenwohl als Behandlungsmethode verfügbar

tirol.lko.at – Varroabekämpfung endlich geregelt

Laut Artikel in der Zeitung der Tiroler Landwirtschaftskammer wurde „in letzter Sekunde“ Ameisensäure und Bienenwohl – beide klassische Mittel zur Bekämpfung der Varroa – zur offiziellen Behandlung freigegeben.

Natürlich zu wesentlich höheren Preisen wie vorher (irgend jemand muss natürlich die Kosten der Freigabe bezahlen), aber immerhin rechtzeitig vor Behandlungsbeginn.

Ratschlag an alle Langschläger Imker: genau diese beiden Mittel zur Varroabekämpfung verwenden und alle anderen Wundermittel vergessen.

Die ideale verabreichte Menge je Behandlung sollte jeder für sich eruieren, die oft kommunizierte Menge – auch in diesem Artikel – halte ich persönlich für viel zu hoch. Ich bin in den letzten Jahren bei der Langzeitbehandlung mit weniger als der Hälfte gut gefahren, aber selbstverständlich spielen Temperatur und Volksstärke eine wesentliche Rolle.

Entscheidend ist jedenfalls die Kontrolle der abgefallenen Milben, nicht zu kontrollieren heißt den Kopf in den Sand zu stecken.