Grundprinzipien der Bienenhaltung

Das Dokument beschreibt 11 Prinzipien der Bienenhaltung, die nach Möglichkeit nicht verletzt werden sollten, wenn man den Bienen möglichst optimale Verhältnisse bieten will.

P.S.: Der gebräuchliche und ursprünglich  verwendete  Begriff  „Völkerführung“ hat widersprüchliche Kritik ausgelöst und wurde ersetzt.

Grundprinzipien der Völkerführung

Vorsicht mit Bienenwohl-Mehrfachbehandlung

Laut mehreren Artikeln auf Fachseiten
(z.B. http://resistantbees.com/blog/?page_id=2302#dt) ist bei Mehrfachanwendung von Bienenwohl Vorsicht geboten, da sich das auch auf die Bienengesundheit negativ auswirkt.

Der negative Effekt tritt mit Bienenwohl auf, nicht aber mit Oxalsäureverdampfung, da bei Bienenwohl die Oxalsäure in den Organismus durch das Putzverhalten aufgenommen wird und dies negative Auswirkungen auf das Bienenblut haben  kann.

Nachdem wir heuer aufgrund der warmen Witterung und aufgrund des gehäuften Auftretens der Varroa im Herbst mit einem starken Varroadruck konfrontiert sind, ist die zu empfehlende Nachbehandlung im Dezember eher mit Oxalsäureverdampfung durchzuführen.

 

Mit Puderzucker Varroa bekämpfen

Angesichts des erst jetzt auftretenden bedrohlichen Varroabefalls ist die Behandlung mit Puderzucker einfach und vor allem ohne jegliche Gefahr von Rückständen oder Sekundärschäden.

Ausprobieren und selbst beurteilen wie immer, aber natürlich nicht so, wie im 2. Film, an dem Kollegen ist ein Zuckerbäcker verloren gegangen.

http://www.resistantbees.com/puder.html

Massiver Varroabefall

Kurzmitteilung

Die ersten Ameisensäurebehandlungen brachte die heurige „Varroawahrheit“ zu Tage – 250 abgefallene Varroen und mehr am 1. Behandlungstag. Nicht überraschend, aber doch erschreckend, Ursache No.1 war sicherlich der warme Winter und die sehr kurze Brutunterbrechung, manche Völker werden sogar durchgebrütet haben.

Appell an alle aktiven und zukünftigen Langschläger Vereinsimker: nur eine flächendeckende und einigermaßen gleichzeitige Behandlung mit biologischen Mitteln (Ameisensäure, Bienenwohl) und entsprechender Kontrolle der abgefallenen Milben garantiert eine gute Einwinterungssituation.

Ameisensäure und Bienenwohl als Behandlungsmethode verfügbar

tirol.lko.at – Varroabekämpfung endlich geregelt

Laut Artikel in der Zeitung der Tiroler Landwirtschaftskammer wurde „in letzter Sekunde“ Ameisensäure und Bienenwohl – beide klassische Mittel zur Bekämpfung der Varroa – zur offiziellen Behandlung freigegeben.

Natürlich zu wesentlich höheren Preisen wie vorher (irgend jemand muss natürlich die Kosten der Freigabe bezahlen), aber immerhin rechtzeitig vor Behandlungsbeginn.

Ratschlag an alle Langschläger Imker: genau diese beiden Mittel zur Varroabekämpfung verwenden und alle anderen Wundermittel vergessen.

Die ideale verabreichte Menge je Behandlung sollte jeder für sich eruieren, die oft kommunizierte Menge – auch in diesem Artikel – halte ich persönlich für viel zu hoch. Ich bin in den letzten Jahren bei der Langzeitbehandlung mit weniger als der Hälfte gut gefahren, aber selbstverständlich spielen Temperatur und Volksstärke eine wesentliche Rolle.

Entscheidend ist jedenfalls die Kontrolle der abgefallenen Milben, nicht zu kontrollieren heißt den Kopf in den Sand zu stecken.

Winterverluste 2013/2014

Laut einer Untersuchung des Zoologischen Instituts der Universität Graz kam es im Winter 2013/2014 neuerlich zu Verlusten von mehr als 17% in Österreich und zu beinahe 19% in Niederösterreich. Die Verluste im Raum Langschlag dürften allerdings auf Basis geführter Gespräche geringer gewesen sein.

Winterverluste 2013

 

Jeder kann an dieser Untersuchung bis Ende Mai 2014 unter dem folgenden Link teilnehmen (empfohlen): http://bienenstand.at/umfrage/

Einwinterung 2012 mit großen Problemen

Die zunehmende Belastung mit Umweltgiften – auch im Waldviertel – macht die Imkerei immer schwieriger. Das zeigt sich auch diesen Herbst bei der Einwinterung. Nicht nur auf einem Stand gab es bereits ein immer gleichartig ablaufendes Phänomen:volle Futterwaben und Brut aber kaum/keine Bienen, in einem Fall war sogar die vereinsamte Königin zu finden. Das Phänomen ist in der Fachliteratur als Colony Collapse Disorder (CCD) beschrieben, siehe auch http://de.wikipedia.org/wiki/Colony_Collapse_Disorder.

Zum selben Thema ein Artikel in der Zeitschrift
„Die Welt“: http://www.welt.de/wissenschaft/article110137189/Pestizide-dezimieren-Bienen-und-Hummeln.html

Ursache No.1 bei uns ist vermutlich der vermehrte Maisanbau und die dabei verwendeten Pestizide, es war aber auch der Varroabefall in diesem Jahr sehr stark, Sekundärkrankheiten sind daher zu befürchten.

Was ist zu tun?

  • Völker mit Verdacht auf Räuberei kontrollieren und bei Bestätigung auflösen
  • 2-3x Varroa-Nachbehandlung, z.B. mit Bienenwohl